Erbstück

 

In diesen Zeiten ist das Aufräumen in Mode gekommen. So kam in unserem Haushalt vor ein paar Tagen dieses vergessene Schätzchen aus den Tiefen der Regale hervor und ins Licht der Erinnerung. Eine sorgsame Hand hob es liebevoll aus der Entsorgungskiste heraus und verteidigte klar und bestimmt seine Existenzberechtigung. Warum nur? Was ist an diesem Ding so interessant, dass es bleiben muss? Und damit beginnt ein Erzählen und Nachforschen und ich verstehe. Der Aschenbecher hatte immer auf der Kücheneckbank gestanden, ziemlich sicher auf einem Spitzendeckchen (hier nachgestellt), wurde jedoch, soweit bekannt, nie in seinem eigentlichen Sinn benutzt. Er diente zur Ablage von Post, vielleicht auch Zeitungsschnipseln, Rezepten und Kalenderblättern. Er steht für Familienatmosphäre, für Kindheitserinnerungen und man wünschte sich, er hätte eine Stimme und könnte all die Geschichten erzählen, deren Zeuge er war. 

Elisabeth

Meine Anregung heute: schau doch mal mit dem Schatzsucher*innen-Blick in deine Schänke und Regale und schreibe gerne von einem besonderen Fundstück in diesem Blog.

Kommentare

  1. Ich weiß, dass es in vielen Haushalten Ähnliches gab, auch bei uns. Sammelbecken für Krimskrams jeder Art, aber auch Wichtiges, das manchmal nicht zugeordnet werden konnte und darin verschwand.

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