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Es werden Posts vom Januar, 2021 angezeigt.

Wenn weißes Licht auf ein Prisma fällt …

…Farbspektrum, Regenbogenfarben, alle Farben dieser Welt, die Farben der Chakren, der Frauenbewegung, der Himmelskönigin, der Bischöfe und Kardinäle, der kirchlichen Feiertage, der Flaggen und Fahnen, der Weltenkugel und Ozeane. Farbspektrum… Die Farbe der Freundschaft, der Liebe, der Hoffnung, des Neides, des Todes. Das Grau des Alltags, das Purpur der Könige. Reden ist Silber – Schweigen ist Gold. Ich hüte im Herzen die dunklen Farben der Mutter Erde, das Grün der Wälder, das helle Licht der Unendlichkeit. Ich hüte im Herzen das Weiß der Klarheit, der Reinheit, des Nichts. Wenn weißes Licht auf ein Prisma fällt… U. Granseuer Nach einer Anregung aus dem Blog von Hanns-Josef Ortheil vom 09. Januar 2021: Die Passion der Farbe

Parkhauskonzert oder WILDKRAUT wird WILD

Ein Donnerstagnachmittag Anfang Januar. Die eisige Luft treibt mir Tränen in die Augen. Wehmütig sehe ich das letzte Tageslicht verschwinden und beginne, mich nach meinem Bett zu sehnen. Im Sommer geht um diese Zeit der Tag erst richtig los – dann verstaue ich nach der Arbeit rasch den Einkauf, greife meine Badesachen und eile ans Wasser, hüpfe durchs Gras, schlüpfe ins kühle Nass, stoße mich ab, genieße meine Kraft und spüre das Leben im ganzen Körper, lasse mich dann auf dem Rücken treiben und schaue den Himmel mit meinem Gesicht. Diese Liedzeile passt nirgends und niemals besser als im Sommer, wenn ich rücklings im Wasser unterwegs bin, oft auch am frühen Morgen, wenn das Licht kommt und die Türme unserer Stadt beleuchtet, dann schaue ich wirklich den Himmel mit meinem Gesicht – und vielleicht auch umgekehrt. Aber heute will es mir nicht recht gelingen, mich lebendig zu fühlen. Eher möchte ich mich verkriechen und Winterschlaf machen wie die Igel: mich zusammenrollen und erst wieder

Ob Poesie hilft...

Liebe Elisabeth, ob Poesie hilft, diese Frage beschäftigt mich. Ich meine, nicht jedem und auch nicht sofort, aber der richtige Vers findet seinen Weg und man begegnet ihm immer wieder; er wird zum Begleiter und ist ungerufen plötzlich wieder da. So heute. Draußen Sturm und Regen wie lange nicht. Im neuen Jahr ein neues Hoffen,
 die Erde wird noch immer grün;
 auch dieser März bringt Lerchenlieder, 
auch dieser Mai bringt Rosen wieder, 
auch dieses Jahr läßt Freuden blühn. Karl von Gerok (1815 - 1890), deutscher evangelischer Theologe und Kirchenliederdichter   Schon seit meiner Jugend habe ich viele liebe Gedichte auf Vorrat, aber immer klappt es nicht. Es gäbe viel zu sagen, doch die Handschrift ist sooo liderlich, entschuldige bitte. Liebe Grüße   Brief einer 101-Jährigen vom 12. Januar 2021

Heimkehren

„Man kann heimkehren, wenn man begreift, dass „heim“ ein Ort ist, an dem man noch nie war.“ (Ursula. K. Le Guin) Schreibimpuls vom 28. Juni 2020 aus dem Blog „schreiben bewegt - schreiben verbindet“   Mich erfüllt das urmenschliche Verlangen nach Nähe, Sicherheit, Geborgenheit auf der Suche nach meiner Heimat. Ist es mein Geburtsort, mit all den Düften und Gesängen, dem Raunen und Flüstern, das Dorf meiner Kindheit, der ersten Liebe, mein Elternhaus, die urgroß- / mütterlichen, warmen, allumfassenden Arme? Wird diese kindliche Sehnsucht verblassen, entschwinden, sich auflösen, im Herbst und Winter meines Lebens? Werde ich auf der Suche sein? Immer wieder, bis in die Unendlichkeit, mal mit leichtem, mal mit schwerem Rucksack. Auf dem Weg sein, zu jeder Zeit, als das Wünschen noch erlaubt war. … Nun bin ich manche Stunde entfernt von jenem Ort, und immer hör ich’s rauschen: du fändest Ruhe dort!“ (aus „Am Brunnen vor dem Tore“) „Wohin gehen wir? Nachhause!“ (Novalis) Ist es möglich, nach

man gewöhnt sich

absurdes wird normalität   man atmet weiter   in abständen   hinter masken   regelkonform   man karikiert    die ängste    während    manch einer   verstummt     AnneGret